Skip to main content

D-01-22

Richtlinien über den Einbezug von ESG-Präferenzen

Articles en relation

Retrozessionen

Keine Rückzahlungspflicht, selbst wenn eine Anlageberatungsbeziehung besteht ?

Wenn ein Kunde in einer Anlageberatungsbeziehung Transaktionen tätigt, die nicht auf eine Beratung durch die Bank zurückzuführen sind, befindet sich diese nicht in einem Interessenkonflikt und kann die erhaltenen Rückvergütungen behalten (ACJC/439/2026 vom 10. März 2026, rechtskräftig). Ein erfahrener und vermögender britischer Kunde eröffnet 2015 eine Anlageberatungsbeziehung bei einer Bank mit Sitz in Genf. Gemäss den Vertragsunterlagen verfügt der Kunde über direkten Zugang zum Handelsraum. Die Bank verpflichtet sich zudem, ihm spontan oder auf Anfrage Beratung zu erteilen. Zwei Jahre[...]

Bekämpfung der Geldwäsche

Mangelnde Sorgfalt bei Finanztransaktionen

Verurteilungen wegen mangelnder Sorgfalt bei Finanztransaktionen im Sinne von Art. 305ter StGB sind selten; Urteile des Bundesgerichts zu diesem Thema sind noch seltener. Das Grundsatzurteil vom 13. April 2026 befasst sich mit zwei Punkten: 1) der Tragweite der administrativen und privaten Normen zur Bekämpfung der Geldwäscherei für die Bestimmung der unter den gegebenen Umständen erforderlichen Sorgfalt bei der Identifizierung des wirtschaftlich Berechtigten; 2) die Frage, ob die fehlerhafte Identifizierung des wirtschaftlich Berechtigten ein Tatbestandsmerkmal ist, das von den Strafbehörden festgestellt[...]

Nichtausführung von Börsenaufträgen

Zwischen der Sorgfaltspflicht der Bank und dem Schweigen des Kunden

Unter welchen Voraussetzungen haftet eine Bank für die Nichtausführung eines Börsenauftrags, und inwieweit muss ein Kunde für seine eigenen Mitteilungen und sein Schweigen einstehen? In einem Urteil vom 20. Januar 2026 klärt das Genfer Gericht diese Fragen und unterscheidet dabei drei Fälle: den klaren, ohne ausreichende Begründung nicht ausgeführten Auftrag, die mehrdeutige Mitteilung, die keine echte Verkaufsanweisung darstellt, und das Fehlen einer rechtzeitigen Anfechtung, was zur Anwendung der Fiktion der Ratifizierung führt (ACJC/105/2026, rechtskräftig). Im Jahr 2021 eröffnet ein türkischer[...]

Strafrechtliche Nachfolge

Die Fusion von UBS und Credit Suisse im Hinblick auf die strafrechtliche Haftung des Unternehmens

Abgesehen vom derzeitigen Machtkampf zwischen der UBS und dem Bundesrat, insbesondere hinsichtlich der Verschärfung der Eigenkapitalanforderungen, hatte die Übernahme der Credit Suisse durch die UBS auch strafrechtliche Auswirkungen. In einem Beschluss vom 8. April 2026 (SK.2025.57) befasste sich die Strafkammer des Bundesstrafgerichts mit den Folgen einer Verschmelzung durch Aufnahme (Art. 3 Abs. 1 Bst. a FusG) für die strafrechtliche Haftung des übernehmenden Unternehmens. Es ordnete die Einstellung des gegen die UBS gerichteten Verfahrens an und stellte fest, dass aufgrund des[...]

Plus d'articles en relation