D-01-22
Richtlinien über den Einbezug von ESG-Präferenzen
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Unter welchen Voraussetzungen haftet eine Bank für die Nichtausführung eines Börsenauftrags, und inwieweit muss ein Kunde für seine eigenen Mitteilungen und sein Schweigen einstehen? In einem Urteil vom 20. Januar 2026 klärt das Genfer Gericht diese Fragen und unterscheidet dabei drei Fälle: den klaren, ohne ausreichende Begründung nicht ausgeführten Auftrag, die mehrdeutige Mitteilung, die keine echte Verkaufsanweisung darstellt, und das Fehlen einer rechtzeitigen Anfechtung, was zur Anwendung der Fiktion der Ratifizierung führt (ACJC/105/2026, rechtskräftig). Im Jahr 2021 eröffnet ein türkischer[...]
Abgesehen vom derzeitigen Machtkampf zwischen der UBS und dem Bundesrat, insbesondere hinsichtlich der Verschärfung der Eigenkapitalanforderungen, hatte die Übernahme der Credit Suisse durch die UBS auch strafrechtliche Auswirkungen. In einem Beschluss vom 8. April 2026 (SK.2025.57) befasste sich die Strafkammer des Bundesstrafgerichts mit den Folgen einer Verschmelzung durch Aufnahme (Art. 3 Abs. 1 Bst. a FusG) für die strafrechtliche Haftung des übernehmenden Unternehmens. Es ordnete die Einstellung des gegen die UBS gerichteten Verfahrens an und stellte fest, dass aufgrund des[...]
In einem zur Veröffentlichung bestimmten Urteil entscheidet das Bundesgericht über eine bisher offene Frage und bestätigt, dass PostFinance die Eröffnung eines Bankkontos mit der Begründung ablehnen kann, dass die Geschäftsbeziehung unverhältnismässig hohe Aufwendungen mit sich bringen würde. Dieser in Art. 45 Abs. 1 Bst. a VPO vorgesehene Grund stützt sich auf eine ausreichende gesetzliche Grundlage. Im vorliegenden Fall konnte PostFinance jedoch das Vorliegen solcher Kosten nicht nachweisen (4A_454/2025 vom 3. März 2026). Im Jahr 2022 beantragte ein in der Schweiz[...]
Im rechtskräftigen Urteil ACJC/151/2026 vom 27. Januar 2026 bestätigt das Genfer Kantonsgericht die Abweisung einer Zahlungsklage, die ein Kunde mit dem Status eines qualifizierten Anlegers im Sinne des aLPCC gegen eine Bank eingereicht hatte, nachdem er Verluste aus Aktienanlagen erlitten hatte. Er präzisiert den Umfang der Sorgfaltspflichten der Bank im Umgang mit einem qualifizierten Anleger und schließt die Anwendung außergewöhnlicher Umstände, wie beispielsweise das Bestehen eines besonderen Vertrauensverhältnisses, im vorliegenden Fall aus. Der Kunde, ein im Vereinigten Königreich ansässiger Geschäftsmann[...]
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