D-01-22
Richtlinien über den Einbezug von ESG-Präferenzen
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Verurteilungen wegen mangelnder Sorgfalt bei Finanztransaktionen im Sinne von Art. 305ter StGB sind selten; Urteile des Bundesgerichts zu diesem Thema sind noch seltener. Das Grundsatzurteil vom 13. April 2026 befasst sich mit zwei Punkten: 1) der Tragweite der administrativen und privaten Normen zur Bekämpfung der Geldwäscherei für die Bestimmung der unter den gegebenen Umständen erforderlichen Sorgfalt bei der Identifizierung des wirtschaftlich Berechtigten; 2) die Frage, ob die fehlerhafte Identifizierung des wirtschaftlich Berechtigten ein Tatbestandsmerkmal ist, das von den Strafbehörden festgestellt[...]
Unter welchen Voraussetzungen haftet eine Bank für die Nichtausführung eines Börsenauftrags, und inwieweit muss ein Kunde für seine eigenen Mitteilungen und sein Schweigen einstehen? In einem Urteil vom 20. Januar 2026 klärt das Genfer Gericht diese Fragen und unterscheidet dabei drei Fälle: den klaren, ohne ausreichende Begründung nicht ausgeführten Auftrag, die mehrdeutige Mitteilung, die keine echte Verkaufsanweisung darstellt, und das Fehlen einer rechtzeitigen Anfechtung, was zur Anwendung der Fiktion der Ratifizierung führt (ACJC/105/2026, rechtskräftig). Im Jahr 2021 eröffnet ein türkischer[...]
Abgesehen vom derzeitigen Machtkampf zwischen der UBS und dem Bundesrat, insbesondere hinsichtlich der Verschärfung der Eigenkapitalanforderungen, hatte die Übernahme der Credit Suisse durch die UBS auch strafrechtliche Auswirkungen. In einem Beschluss vom 8. April 2026 (SK.2025.57) befasste sich die Strafkammer des Bundesstrafgerichts mit den Folgen einer Verschmelzung durch Aufnahme (Art. 3 Abs. 1 Bst. a FusG) für die strafrechtliche Haftung des übernehmenden Unternehmens. Es ordnete die Einstellung des gegen die UBS gerichteten Verfahrens an und stellte fest, dass aufgrund des[...]
In einem zur Veröffentlichung bestimmten Urteil entscheidet das Bundesgericht über eine bisher offene Frage und bestätigt, dass PostFinance die Eröffnung eines Bankkontos mit der Begründung ablehnen kann, dass die Geschäftsbeziehung unverhältnismässig hohe Aufwendungen mit sich bringen würde. Dieser in Art. 45 Abs. 1 Bst. a VPO vorgesehene Grund stützt sich auf eine ausreichende gesetzliche Grundlage. Im vorliegenden Fall konnte PostFinance jedoch das Vorliegen solcher Kosten nicht nachweisen (4A_454/2025 vom 3. März 2026). Im Jahr 2022 beantragte ein in der Schweiz[...]
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